Ballett Minsk

Ein Fotoprojekt von Rüdiger Lubricht

Die während des Zweiten Weltkrieges fast komplett zerstörte weißrussische Hauptstadt Minsk wurde im Sinne von wechselnden russisch-kommunistischen Architekturvorstellungen wiederaufgebaut. Sie gilt heute als die Stadt, in der diese Utopien – und die darin enthaltene Orientierung auf das Kollektiv – am deutlichsten sichtbar wird.

Dieses Projekt fragt, ob diese monumentale Machtarchitektur auch anders gelesen werden kann und legt dazu eine Verbindung zu einer anderen weißrussischen Tradition: dem Ballett. Tänzer vom Staatsballett werden vor und in berühmten Beispielen der Minsker Sowjetarchitektur in Fotos inszeniert. So entsteht eine bildliche Konfrontation von zwei Welten.

Dabei gilt es, im Gespräch mit den Tänzern den Ausdruck und der heutigen Bedeutung dieser Architektur auf der Spur zu kommen um dann daraus gemeinsam Bilder und Gegenbilder zu entwickeln.